Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU / WWU)
Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU, häufig auch WWU) ist der Rahmen, in dem die EU-Mitgliedstaaten ihre Wirtschafts- und Geldpolitik koordinieren. Ihr sichtbarstes Ergebnis ist der Euro als gemeinsame Währung.
Die drei Stufen
Die WWU wurde ab 1990 in drei Stufen verwirklicht:
- Freier Kapitalverkehr und engere wirtschaftspolitische Abstimmung (ab 1990).
- Gründung des Europäischen Währungsinstituts und Vorbereitung der gemeinsamen Geldpolitik (ab 1994).
- Einführung des Euro und Übergang der geldpolitischen Verantwortung auf die Europäische Zentralbank (ab 1999, Bargeld 2002).
Wer gehört dazu?
Alle EU-Staaten sind Teil der Wirtschafts- und Währungsunion – aber nicht alle nutzen den Euro. Man unterscheidet:
- Euro-Länder (seit 2026: 21 Staaten), die die gemeinsame Währung eingeführt haben.
- Staaten mit Ausnahmeregelung, die den Euro noch einführen sollen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen.
- Dänemark mit einem dauerhaften Opt-out.
Die geldpolitische Steuerung der Eurozone liegt bei der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main.