Rumäniens langer Weg zum Euro
Rumänien ist seit 2007 EU-Mitglied und vertraglich zur Euro-Einführung verpflichtet – konkret geworden ist sie bisher aber nicht. Frühere Zieldaten (2014, 2019, 2024) wurden wiederholt verschoben; aktuell wird ein Beitritt eher gegen Ende der 2020er Jahre diskutiert.
Was noch fehlt
Rumänien nimmt bislang nicht am Wechselkursmechanismus II teil – eine zwingende Vorstufe, in der die Landeswährung mindestens zwei Jahre stabil an den Euro gekoppelt sein muss. Zudem steht das Land wegen eines Haushaltsdefizits über der 3-%-Grenze unter einem Defizitverfahren der EU. Damit sind zentrale Konvergenzkriterien noch nicht erfüllt.
Rückenwind aus der Bevölkerung
Die Zustimmung ist hoch: In einer Eurobarometer-Umfrage (April 2025) sprach sich eine deutliche Mehrheit der Rumäninnen und Rumänen für den Euro aus. Der politische Wille ist also da – es hakt an den wirtschaftlichen Voraussetzungen, nicht am Grundsatz.
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