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Dänemark

WKM II

Dänemark ist seit 1973 EU-Mitglied, hat aber ein dauerhaftes Opt-out vom Euro und nutzt bis heute die Dänische Krone. Das Land nimmt dennoch am Wechselkursmechanismus II teil – und zwar in einer besonders engen Variante.

Das dänische Opt-out

Nach dem gescheiterten Maastricht-Referendum 1992 handelte Dänemark im Dezember desselben Jahres im Edinburgher Beschluss eine Reihe von Ausnahmeregelungen aus – darunter ein ausdrückliches Opt-out von der gemeinsamen Währung. In einem zweiten Referendum ratifizierte das Land den Vertrag daraufhin 1993.

Eine weitere Volksabstimmung im Jahr 2000 bestätigte den Sonderstatus: Rund 53 Prozent der dänischen Bevölkerung stimmten gegen die Einführung des Euro. Seitdem gibt es keine konkreten politischen Bestrebungen, den Beitritt zur Eurozone erneut auf die Tagesordnung zu setzen.

Enge Kopplung trotz Opt-out

Trotz des rechtlich verankerten Opt-outs nimmt Dänemark seit 1999 am Wechselkursmechanismus II teil – freiwillig und ohne Verpflichtung zur späteren Euro-Einführung. Die dänische Krone schwankt dabei innerhalb eines besonders engen Bandes von ±2,25 % um den Leitkurs von 7,46038 Kronen je Euro (der für andere WKM-II-Mitglieder übliche Korridor beträgt ±15 %).

In der Praxis wird die Krone von der Nationalbank seit Jahrzehnten nahezu unverändert auf diesem Kurs gehalten. Wirtschaftlich verhält sich Dänemark damit ähnlich wie ein Euroland – ohne jedoch die Konvergenzkriterien formal erfüllen oder der Eurozone beitreten zu müssen.

Ausblick

Solange das Opt-out besteht und keine Volksabstimmung zur Abschaffung initiiert wird, bleibt Dänemark außerhalb der Eurozone. Die politische Debatte darüber ist in Dänemark derzeit ruhig; ein Referendumsplan liegt nicht vor.

Euromünzen

Anders als die meisten EU-Mitglieder hat Dänemark den Euro nie eingeführt. Das Land verfügt über ein vertraglich verankertes Opt-out, ausgehandelt im Vertrag von Maastricht. Bei einem Referendum am 28. September 2000 stimmten 53,2 Prozent der dänischen Bevölkerung gegen einen Beitritt zur Eurozone – die Dänische Krone bleibt bis heute die offizielle Währung.

Dennoch existieren Entwürfe für dänische Euromünzen: Am 22. August 2000 stellte die dänische Regierung auf einer Pressekonferenz das vorbereitete Design aller acht Stückelungen vor. Die Entwürfe sahen für die kleineren Nominale (1, 2 und 5 Cent) die königliche Krone vor, während die mittleren und größeren Stückelungen (10 Cent bis 2 Euro) das Porträt von Königin Margrethe II. zeigen sollten – ein Bild, das auch die damaligen dänischen Kursmünzen zu 10 und 20 Kronen zierte.

Diese Entwürfe wurden nie in Münzen umgesetzt. Sie entsprechen auch nicht mehr den EU-Gestaltungsrichtlinien von 2008, die nach dem Referendum überarbeitet wurden.

Dänemark nimmt zwar am Europäischen Wechselkursmechanismus (WKM II) teil – die Krone ist eng an den Euro gebunden – ist aber weiterhin kein Mitglied der Eurozone. Es gibt keinen offiziell festgelegten Beitrittstermin. Solange kein neues Referendum stattfindet und eine Mehrheit der Däninnen und Dänen dem Euro zustimmt, werden keine dänischen Euromünzen geprägt.

Euromünze 2 Euro daenemark – nationale Seite
2 Euro
Euromünze 1 Euro daenemark – nationale Seite
1 Euro
Euromünze 50 Cent daenemark – nationale Seite
50 Cent
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Euromünze 1 Cent daenemark – nationale Seite
1 Cent

Stand: 17. Juni 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr · Über uns

Häufige Fragen zu Dänemark und dem Euro

Hat Dänemark den Euro?

Nein. Dänemark hat den Euro bisher nicht eingeführt. Die aktuelle Währung ist Dänische Krone.

Welche Währung hat Dänemark?

Die offizielle Währung von Dänemark ist Dänische Krone.

Ist Dänemark in der EU?

Dänemark ist Mitglied der Europäischen Union (seit 1973).

Warum hat Dänemark trotz WKM II keinen Euro?

Dänemark nimmt am Wechselkursmechanismus II teil, hält aber an seiner eigenen Währung fest und führt den Euro aufgrund einer Ausnahmeregelung (Opt-out) nicht ein.