Ukraine und Moldau – Beitrittsverhandlungen eröffnet
Die Europäische Union hat im Juni 2024 offiziell die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und der Republik Moldau eröffnet. Beide Länder hatten erst im Juni 2022 – wenige Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine – den Status als Beitrittskandidat erhalten.
Ein außergewöhnliches Tempo
Der Weg von der Antragstellung bis zur Eröffnung der Verhandlungen verlief für beide Staaten ungewöhnlich schnell. Die EU verband damit ein klares politisches Signal: Die Erweiterung über den Westbalkan hinaus rückt erstmals seit Jahren wieder ernsthaft auf die Tagesordnung.
2025 schlossen beide Länder den sogenannten Screening-Prozess ab, in dem das nationale Recht systematisch mit dem EU-Rechtsbestand verglichen wird. Moldau nennt 2028 als angestrebtes Beitrittsjahr.
Und der Euro?
Eine Euro-Einführung liegt für beide Länder noch in weiter Ferne. Sie setzt zunächst die EU-Mitgliedschaft voraus, anschließend die Erfüllung der Konvergenzkriterien und eine mehrjährige Teilnahme am Wechselkursmechanismus II. Bis dahin bleiben Hrywnja und moldauischer Leu die Landeswährungen.
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