Euroraum (Eurozone)

Der Euroraum (auch Eurozone) ist die Gruppe der EU-Mitgliedstaaten, die den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt haben. Er bildet den währungspolitischen Kern der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, ohne mit ihr identisch zu sein: Alle EU-Staaten gehören der WWU an, aber nicht alle nutzen den Euro.

Die 21 Mitgliedstaaten

Mit dem Beitritt Bulgariens am 1. Januar 2026 zählt der Euroraum 21 Länder: Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Spanien, Zypern – und Bulgarien.

Wer (noch) nicht dabei ist

Fünf EU-Staaten haben den Euro bislang nicht eingeführt: Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn. Sie sind formal weiterhin zur Euro-Einführung verpflichtet, müssen dafür aber die Konvergenzkriterien erfüllen und mindestens zwei Jahre im Wechselkursmechanismus II verbringen. Dänemark ist der einzige EU-Staat mit einem dauerhaften, rechtlich verankerten Opt-out.

Die Geldpolitik für den gesamten Euroraum liegt bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main, die über den EZB-Rat die Leitzinsen für alle 21 Länder einheitlich festlegt. Über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheidet der Rat der EU einstimmig, auf Grundlage der Konvergenzberichte von EZB und Kommission.

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