Erweiterungspaket 2026: EU-Kommission plant Beitrittsfahrpläne für vier Länder

Symbolbild: EU-Fahne vor dem Europäischen Parlament in Straßburg
Symbolbild (KI-generiert)

Zwei Termine im Oktober

Die EU-Kommission legt in diesem Monat zwei Dokumente zur Erweiterung vor. Am 6. Oktober soll eine Mitteilung zu den sogenannten Pre-Enlargement Policy Reviews erscheinen. Darin prüft die Kommission, wie die EU selbst sich auf neue Mitglieder vorbereiten muss, etwa beim Haushalt und bei Entscheidungsverfahren. Am 28. Oktober will das Kollegium der Kommissare dann das jährliche Erweiterungspaket beschließen. Das berichtet das Fachportal New Union Post unter Berufung auf den Zeitplan der Kommission.

Was in den Fahrplänen stehen soll

Neu im diesjährigen Paket sind Beitrittsfahrpläne für Albanien, Moldau, Montenegro und die Ukraine. Sie sollen für jedes Land festhalten, welche Reformen noch fehlen, was nach Erfüllung der Bedingungen folgt, und indikative Zeitpläne für das Schließen der Verhandlungskapitel nennen.

Die Fahrpläne richten sich nicht nur an die Kandidaten. Weil jeder Schritt im Beitrittsprozess Einstimmigkeit der Mitgliedstaaten braucht, sollen sie auch die EU-Staaten auf einen Ablauf festlegen. Wie verbindlich das am Ende ist, entscheiden die Mitgliedstaaten im Rat.

Wie die vier Länder stehen

  • Montenegro hat 18 von 33 Kapiteln vorläufig geschlossen und peilt den Beitritt 2028 an.
  • Albanien hat alle Kapitel eröffnet und drei vorläufig geschlossen.
  • Ukraine und Moldau verhandeln seit Juni 2026 und haben bisher zwei Cluster eröffnet. Die Cluster 2 und 3 blockiert Ungarn weiterhin, zuletzt bei einer Abstimmung am 8. September.

Zum Paket gehören wie jedes Jahr auch Länderberichte für alle Beitrittskandidaten, also auch für Serbien, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina, Georgien und die Türkei. Wir berichten, sobald die Dokumente vorliegen.

Hinweis: Dies ist ein nicht-amtliches Informationsportal. Die Termine beruhen auf Medienberichten über den Zeitplan der EU-Kommission und können sich verschieben.

Redaktioneller Beitrag der Richter & Dyballa Verlagsgesellschaft · Mehr zu unserer Arbeitsweise: Über uns.

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